Sonntag, 21. Dezember 2014

Mützenwahn

Und genau diesen hab ich im Rahmen meiner Strickleidenschaft entdeckt. Hatte ich doch zwei Mützen erfolgreich zum Ende gebracht und schon vor einiger Zeit beim Stöbern auf der Suche nach nicht zu gewöhnlichen Mütze eine gefunden, wo ich genau wusste, dass ich genau diese unbedingt stricken "muss"!  Und sie strickte sich wie von selbst. Ich konnte garnicht mit nadeln aufhören. Allerdings der Abschluss, ein I-Cord, hatte ich keine Ahnung wie man dies strickt. Aber auch You Toube fand ich eine gute Erklärung und stellte fest, dass sich so eine kleine Kordel sehr gut strickt. 
Die Mützenanleitung findet man kostenfrei im Net. Verstrickt habe ich zweifädig knapp 100g eines vierfädigen Alpakagarns mit einer fünfer Nadel. Und statt der Holzkuller am Zipfelende bimmelt nun fröhlich eine kleine Schelle durch die Winterwelt. 

Nun hatte ich noch Wolle übrig und meine Liebe zum Mützenstricken immer noch nicht gesättigt, also suchte ich mir ein passendes zweites Garn und nadelte fix eine zweite Mütze in Anlehnung an folgendes Muster. Die Mütze war fertig und ich nicht recht zufrieden. Auch Garn war auch noch übrig. So driesselte ich die Mütze wieder auf, nahm das Garn doppelt und aus purer Freude über das neu Gelernte, dem Wunsch nach "Mützenindividualität"  beendete ich das Werk mit einem kleinen I-Cord. 
Auch hier habe ich eine fünfer Nadel verwendet, nichtmal 50 g des Alpakagarns verstrickt, kombiniert mit einem Rest Rot. 






Freitag, 12. Dezember 2014

Was lange währt.....

.....währt gut!
Bereits vor einem dreiviertel Jahr machte mir eine liebe Freundin eine Freude, um dass ich meinem Strickwahn frönen kann.  Sie hat genau eine meiner Lieblingsfarbkombinationen getroffen.....blau-grün......War allerdings die Wolle sehr dick und ich es weniger gewöhnt damit zu stricken. Aber ich wusste, ich wollte mir daraus etwas für den Winter machen. So brachte mich einiges Hin- und Herüberlegen mit den Mädels aus der Handarbeitsgruppe, ein Frühstück mit meinen Strickjulen und Stöbern im WWW auf eine Mütze und einen Loop im Patentmuster. Jedoch frisst das Patentmuster ja unsäglich viel Wolle und mir standen nur 250g zur Verfügung, also entschloss ich mich zum "Falschen Patent". Die Mütze strickte ich in Anlehung an die Colori Beani welche mit ähnlichem Material gearbeitet war und mit dem Bund so "quer" dies gefiel mir schon immer gut. Den Loop strickte ich einfach los im "falschen Patent" bis die Wolle aufgebraucht war und er kann halsnah, aber nicht zu eng doppelt umgelegt werden. 
Verstrickt habe ich 250g Online Wolle "Linie 292 Sale" mit einer LL 50g/50m. Davon hab ich 87g für die Mütze verbraucht, deren Bund ich mit einer 6er Nadel erstellte. Der Rest ist alles mit einer 10er Nadel gestrickt. 




Sonntag, 7. Dezember 2014

Einfach nur mal stricken.....

Kennt ihr das, wenn ihr auf der Wunschliste ein unbedingt zu stricken wollendes Werk habt und dann plötzlich kommt so ein Wollbobbel daher und ihr seht ihn und wisst genau was draus werden soll......so ging es mir mit 750m "Irland" von 100Farbspiele. Ich sah das Tuch bereits in meinen Gedanken vor mir, hatte eine ganz spontane Assoziation zu kleinen Waldflüsschen ganz fließend übergehend zu weichen sanften Moosen.....ich gebiete meine Fingern jetzt hier Einhalt, sonst wird es eine Ode an die Stille, die Wälder, die Herrlichkeit und Harmonie der Natur......
Nach meinem letzten größeren Werk wollte ich einfach nur Stricken und da ich obigen Wunsch schon seit geraumer Zeit hegte, war es an der Zeit es anzunadeln.....Die Anleitung für das Tuch hatte ich im Strickforum Ravelry gefunden. Ein Tuch, was man so nebenher nadeln kann, was nicht zu breit, nicht zu schmal werden und wunderbar lange "Zippeln" bekommen würde. 
Unterbrochen hab ich die Strickarbeit durch andere "terminliche" Strickselein um Freunden eine Freude zu bereiten. 
Nun war es soweit und mir sind 2,20m x 60cm von der Nadel gesprungen und das Tuch hat seinen Platz um meinen Hals bereits gefunden. 
Von dem vierfädigen 750m Bobbel sind noch 7g für die Resterkiste übrig geblieben und gestrickt habe ich mit einer 5er Nadel. Die Anleitung ist gut und verständlich geschrieben, das Muster Hörbuch-tauglich und ich hatte mich für die in der Anleitung erwähnte Variante entschieden. 
Doch nun schaut selbst....



Freitag, 5. Dezember 2014

Ein Wurm und ein ungeeignetes Fotomodell

Kürzlich stand ich vor der Frage, was könnte ich nun stricken wollen....fiel mir doch gleich der Geburtstag eines jungen Teenager-Mädels ein. Oft ist die kalte Jahreszeit recht grau und einfarbig, so ist es doch schön, wenn auch junge Menschen bunt durch die Welt spazieren. Schossen mir die Farben rot und blau durch den Kopf und das passende Mützenmodel war schnell gefunden. 
So entstand ein Wurm, dessen Anleitung man kostenfrei im Internet findet. 
Verstrickt hab ich mit 4er Nadeln 59 g rote Wolle und 26g blaue Wolle mit einer LL 50g/133m. Die Anleitung ist gut und verständlich geschrieben und die Mütze strickte sich an zwei Abenden wie von allein. 
Nun das Fotomodel ist als Mützenmodell eher ungeeignet, da Teddys äusserst unrunde Köpfe haben und dann auch die Ohren an völlig falscher Stelle ;-) 


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Nur mal probieren......

genau....ich wollte eigentlich nur mal probieren.....doch von vorn.....
Alles fing an während eines gemütlichen Abends in einer Berghütte. Wusste doch eine Bergfreundin um meinen Strickwahn und zeigte mir in einer Zeitung ein paar Socken, die ihr gut gefielen. Sie selbst ist eine fleißige Sockenstrickerin, kam aber mit der Anleitung zum Muster nicht klar und bat mich um Hilfe. So schaute ich kurz drüber und befand einen Hüttenabend eher ungeeignet sich konzentiert mit einer Musteranleitung zu beschäftigen. Also schnappte ich mir die Zeitung und versprach, mal in Ruhe mir das anzusehen. Was ich selbstverständlich auch tat. Allerdings verstand ich um ehrlich zu sein nur "Bahnhof". Dies führte zu einer logischen Schlussfolgerung: Nadeln und Wolle schnappen und einfach mal probieren, was ich auch tat. Ganz bewusst wählte ich zwei Farben, die das Muster deutlich zu erkennen geben würden. Beim "probieren" beschränkte ich mich aber nicht auf das reine Muster. Ich nadelte fix den Rollrand, dann das Bündchenmuster ehe es zu einem in der Zeitschrift genannten "Fächermuster" über ging. So habe ich einfach Reihe für Reihe begonnen der Anleitung zu folgen und zu stricken. Und was soll ich sagen......das Muster nadelte sich wie von selbst. Zumal ein Mustersatz schnell gestrickt war, hatte ich plötzlich einen fertigen Schaft auf den Nadeln. Naja und spontan kam mir der Gedanke: "Mensch deine Bergfreundin hat doch bald Geburtstag" und damit war es besiegelt, dass es zwei fertige Socken werden sollten. 
Die Hürde sollte noch kommen. Bin ich doch keine Sockenstrickmeister und die Socke verlangte eine Ferse. Auch hier hielt ich mich Reihe für Reihe an die in der Anleitung beschriebenen Käppchenferse. Nun denn, es ist kein Meisterstück geworden, die Zweite strickte sich schon weit besser.....mein Fazit: "Übung macht den Meister" ......
Verstrickt habe ich ca 60g lila und 5 g grüne Sockenwolle jeweils 4fädig mit einem dreier Nadelspiel. 
So   und das kommt bei "nur mal probieren" heraus.......



Donnerstag, 20. November 2014

Eine Mütze für den Herren

War ich doch schon länger auf der Suche nach einer einfach aber trotzdem schick anzusehenden Herrenmütze, da ich einem Freund eine Freude machen wollte. Sein Wunsch war eine Mütze.....ach du meine Nase, hatte ich mich doch noch nie an einer solchen versucht......doch was solls, da hilft "einfach nur losstricken"....was ich auch tat...... 
Ich hatte bereits mit der Wunschäußerung eine etwaige Form und vor allem die Farbe im Kopf......die Lieblingsfarbe.......und kuschlig sollte es auch werden.....So entschied ich mich für die perfekte Farbe, völlig ungeachtet der LL, was sich beim Stricken sofort zeigte. Selbstverständlich wurde die Mütze nur für einen kleinen Puppenkopf passig. Nachdem ich mir Rat in der Handarbeitsgruppe holte, nahm ich die Wolle doppelt und kam auf exakt genau die gesuchte LL und damit auf die benötigten cm für den Kopfumfang. 
Und schlussendlich find ich meine allererste Mütze recht passabel......
Wolle: 100% Merino extrafein (wunderschön verzwirnt) LL 50g/160m 
Verbrauch: 62g
....gestrickt habe ich mit einem sechser Nadelspiel und die Anleitung findet man kostenfrei im Internet.


Dienstag, 11. November 2014

Und wieder ein Loop

Juhu.....in der Handarbeitsgruppe wurde wieder zu einem KAL aufgerufen. Hatte ich doch mich vor einiger Zeit auch noch von diesem "Virus" infizieren lassen. Und wie perfekt dieser auch noch in die Weihnachtsvorbereitungen passte.
Angeboten wurde ein Lacemuster, was wahlweise als Schal oder Loop gestrickt werden konnte. Die Anleitung stand in englischer Sprache zur Verfügung und wurde von der KAL-Chefin ins Deutsche übersetzt und uns mit Erlaubnis des Designers zur Verfügung gestellt.  Also fix überlegt, welche Wolle und welche Farbtöne ich verwenden könnte. So entschied ich mich wiedermal für einen Zauberball von Schoppel mit dem Farbton "gebrannte Mandel". Wusste ich doch um den schönen warmen Farbverlauf und wie herrlich sich diese Wolle nadeln lässt. Diesmal wollte ich mich damit aber nicht zufrieden geben und beschloss einen weiteren Faden mitlaufen zu lassen, sollte es doch besonders kuschlig warm um den Hals im Winter werden. 
Nun haben "Hexen" manchmal einen eigenen Kopf und wollen keinen Schal, aber auch keinen Loop "rund" stricken. So strickselte ich kurzerhand einen Schal und vernähte nach Fertigstellung Anfang und Ende miteinander und der "Schloop" war geboren. 
Während des Strickens konnte ich schon immer die Fortschritte der anderen KAL-Teilnehmerinen bewundern und erneut feststellen, wie spannend es ist zu sehen, wie unterschiedlich das doch selbe Strickwerk wirkt. Wunderbar ist das. 
Doch nun genug der Vorrede......ich hab einen Zauberball (LL 100g/420m) 2 Knäul Silkhair a 25g (LL 25g/210m)  aus 70% Mohair und 30% Seide mit einer 4,5er Nadel verstrickt, das Muster ist logisch, strickt sich schnell weg, ist gut für Laceanfänger geeignet und das ist bei raus gekommen.....





Montag, 13. Oktober 2014

Ein Loop

Steht doch erneut die kalte Jahreszeit fast unmittelbar vor der Haustür und der Geburtstag einer Freundin auch......weiß ich doch, dass sie bei Wind und Wetter immer mit dem Hunde ihre Runden dreht. Also was lag da näher als was huschliges für den Hals zu stricken. So entschied ich mich für einen Loop Namens Cassandra welchen ich beim Stöbern im englischen Strickforum Ravelry fand. Die Anleitung war gut und verständlich geschrieben, das Muster hat man schnell im Kopf und kann die Strickschrift beiseite legen und sich den Nadeln nebst Hörbuch widmen. 
Verstrickt habe ich knapp 150g einer kuschlig weichen Wolle mit einer LL 50g ca 130m mit Nadeln der Stärke 4,5. Der Loop misst -bereits zusammen genäht- folgende Maße 28x71cm. 




Strickmut

Von Neugierde und Ehrgeiz gepackt......oder war es nur ein klarer Anfall von Strickwahnsinn.....ich weiß es nicht......jedenfalls stürzte ich mich waghalsig ob meiner letzten und gleichzeitig ersten Socken auf Nadeln und Sockenwolle um ein weiteres Paar Socken herzustellen. Ich hatte ein schönes dezentes Muster gefunden mit dem Namen "Wanten" welches von der Designerin im Strickforum Ravelry zur Verfügung gestellt wird.  Der Name Wanten machte mich neugierig und ich erfuhr, dass man als solches Seile zur Verspannung von Masten im Segelschiffbau benennt. Ja da kann ich der Designerin nur Recht geben, die Anlehnung an den Namen finde ich gerechtfertigt. 
Da in der Anleitung "nur" das Muster beschrieben war, befragte ich das große weite Web nach Strickfersen und entschied mich völlig unerfahren und gedankenlos für eine Bumerangferse. Wird schon werden, dachte ich.....erstmal los stricken.....und nach dem Motto "Was kostet die Welt" wollte ich mich auch nicht an die glatt rechts gestrickte Beschreibung halten......über das nun unweigerlich folgende Desaster möchte ich nicht viel Worte verlieren.....schaut einfach auf das Foto und beachtet die Anzahl der Nadeln die ich benötigt habe.....ich glaube so ist das nicht angedacht gewesen......
Nichts desto trotz finde ich die Socken als "Zweitlingswerk" recht gut gelungen. Nur bis Weihnachten halte ich es nicht aus, also werden sie in wenigen Tagen ihren Besitzer wechseln. 
Verstrickt habe ich mit einer 2,5er Nadel vierfädige Sockenwolle (75%Schurwolle 25% Polyamid) und von 100g sind 17g in die Resterwollkiste gewandert. 


Dienstag, 16. September 2014

Gefühltes Gesellenstück ........

Ich nehm es vorweg.....uffff, ich habe es geschafft......
Wie alles begann: Natürlich begann mal wieder alles mit einem Strickjulentreff und einem Bobbel traumhaft schöner Wolle. Noch am selben Abend beendete ich mein vorheriges Werk und saß am Abend dann vor meinem Bobbel 100 Farbspielewolle mit dem schönen Namen "Zuckerschnute". Ich hatte noch keine Ahnung was daraus werden sollte, ich war absolut ideenfrei, war mir aber sicher, dass genau dieser Bobbel unbedingt als nächtes auf die Nadel muss. Völlig verzweifelt griff ich zum Telefon und ein Schwatz mit einer meiner Strickjulen brachte mit den ersten Sätzen bereits Abhilfe. Ich sollte mal an meine Geburtstagsgeschenke denken, die nichts mit Bergen zu tun hatten, sondern auf meine handarbeitlichen Fähigkeiten ausgerichtet waren. Ein Lachen zog sich über mein Gesicht und ich suchte sofort die passenden Nadeln und las mir die Anleitung durch. 


Entschieden hatte ich mich für ein Tuch Katy Jubilee  entworfen von der Designerin Birgit Freyer. Die Anleitung klang klar und was sollte schon passieren, denn schließlich hatte ich ja schon einige Erfahrungen mit Lace- und Ajourmustern. Also Maschen aufgenommen und los. Der Mittelteil wuchs fix und machte ein recht schönes Anstrickbild. Da mir das Tuch recht klein wirkte, erweiterte ich diesen um ein paar Rapporte, setzte in der letzten Mittelteilreihe die Maschenmarkierer und stellte fest, dass sich nun langsam aber sicher die optische Vorstellung der Tuchform verlor. 


Galt es nun die Bordüre zu stricken. Schnell stellten sich die von mir für unnötig gehaltenen Maschenmarkierer als sehr wertvoll heraus. Die Maschenzahl wuchs zusehens, ich hatte verstanden, was damit gemeint war "um die Ecke" zustricken und bekam einen Überblick in den ersten Teil der Bordüre. Aber auch hier irgendwann wechselte das Muster. Also alles wieder auf "neu" und ich schniefte und schnaufte zugegeben ganz schön. Aber auch hier gewann ich einen Ein- und Überblick in das zu strickende Muster. Für eine einzelne Reihe, die dann irgendwann um die 600 Maschen zählte, brauchte ich dann  fast eine Stunde, was ich mit viel Geduld erstrickte und so auch zur letzten Reihe kam.
Nun sollte der Rand entsprechend dem Muster abgehäkelt werden. Das verstand ich nun überhaupt nicht. Hatte ich doch früher auch schon die Häkelnadeln in der Hand, aber ich konnte mir die Anleitung durchlesen, wie ich wollte, ich hatte keine Idee, was ich hier machen sollte. So legte ich das Tuch erst einmal beiseite bis zum nächsten Strickjulentreff. Mit viel Geduld erklärte und zeigte mir meine Freundin was ich hier tun musste, um die hübsche Abschlusskante zu schaffen. Aufgrund der hohen Maschenzahl war dies auch erst in zwei Zügen geschafft,  ich war glücklich, dass mir die letzte Masche von der Nadel sprang und ich mir das Gesamtwerk betrachten konnte. 
Mein Fazit: 
- ein wunderschönes Tuch zu stricken, war hier eine echte Herausforderung
- Maschenmarkierer von mir bisher eher als unnötig gehalten, erwiesen sich als sehr wertvoll                   
- das Lacemuster erforderte zwar höchste Konzentration, war aber schlussendlich gut zu stricken, es ist wichtig das Muster zu verstehen, dann erkennt man auch gut, wann wohin welche Masche kommt, aber man muss eben hinsehen
- Anleitung und Strickschriften sind gut logisch aufgebaut, erfordert aber doch schon ein wenig Strickerfahrung

        ------- Kurzum: dies ist mein gefühltes Gesellenstück---------

An dieser Stelle möchte ich gern mal ein Dankeschön an meine Strickjulen und die Mädels aus der Handarbeitsgruppe auf den Weg schicken.....sie stehen mir immer mit viel Geduld zur Seite, helfen schnell, gern und unkompliziert  und ich konnte trotz einiger Strickerfahrungen noch allerhand lernen......

Doch schaut nun selbst was aus weniger als 900m vierfädiger Zuckerschnute mit 4,5er Nadeln geworden ist.  Da ich einen Rest von 50g habe, hab ich in etwa nur 750m verstrickt. 



Da die Größe des Tuches hier nicht recht zu erkennen ist, noch ein Foto mit den ca-Maßen des Tuches......




Donnerstag, 11. September 2014

Unterwegs im Gebiet der Steine (13.August 2014)

Ja,ja.....so ein Mädelabend kann sich schon "ungeahnt" in die Länge ziehen. Selbstverständlich setzten wir unser Schwatzen nur unterbrochen durch eine kurze Schalfpause gleich am Frühstückstisch wieder fort. Dies alles ging nun aber doch bissl zu Lasten der geplanten Wanderung. Gemütlich am Frühstückstisch sitzend, ließ uns ein Blick auf die Uhr erschrocken und verständnislos drein schaun. Ok, für die geplante hintere Sächsische Schweiz lohnte es sich nicht mehr so recht. Zum Glück erstreckt das Elbsandsteingebirge sich über ein Gebiet von ca 700km² und auch der vordere Teil des sächsischen Teil's des Gebirges ist immer wieder wunderschön. So entschieden wir um, beräumten fix den Frühstückstisch und brachen auf in das Gebiet der Steine. 
Als Gebiet der Steine wird in der vorderen Sächsischen Schweiz der linkselb'sche Teil bezeichnet. Markant sind natürlich hier die Tafelberge. Zwei davon sollten heut unser umentschiedenes Wanderziel werden.......Der Pfaffenstein und der Gohrisch. 
Diese von mir schon sehr oft bewanderten Ziele stellte ich vor bereits auch schon im Blog vor. So möchte ich heut nicht zuviel zur Wanderung schreiben, sondern nur ein paar andere Eindrücke zeigen. Die Wanderung hat wie bereits vorgestellt ohne ein grünes Blatt auf den Bäumen, seinen Reiz, aber auch zur grünen Jahreszeit........seht selbst.....
Am Start der Wanderung findet man jetzt sehr hübsch gestaltet ein Wahrzeichen Pfaffendorfs und des ganzen Gebirges......


Schnell waren die ersten Höhenmeter Richtung Quirl erklommen und ein Blick über erntereife Felder zum Pfaffenstein zeigte sich uns so......


Der Pfaffenstein ist einer der markanten Tafelberge in der linkselbisch liegenden vorderen Sächsischen Schweiz. Der früher auch "Jungfernstein" genannte Tafelberg kann eine Höhe von 434m aufweisen und wurde erst im 19. Jh. touristisch erschlossen. Zufluchtsort in Krisenzeiten war er schon weit eher. Mit seinen 32 Kletterfelsen wurde er auch seit Beginn des 20 Jh. ein von Bergsteigern besuchter Ort. 
Für den Aufstieg wählten wir den bewährten Klammweg, vorbei an hohen Felsen, durch eine kühle Schlucht.......

der Jäckelfels, benannt nach dem touristischen Erschließer
des Pfaffensteines
        
Oben angekommen, dürstete uns sehr und wir genossen in der überquellenden beschaulichen Gastlichkeit ein kühles Hefeweizen ehe wir unseren Weg fortsetzten. Allerdings nicht ohne einem beschaulichen Plätzchen einen Besuch abzustatten.


Den bequemen Weg wieder abgesteigend, nutzten wir verschiedene Waldwege zum schwatzen und zu unserem nächsten Ziel zu gelangen. Allerdings blieben uns zu unserer Freude kleine bunte Farbtupser im Wald nicht verborgen.



Für den Aufstieg auf den Gohrisch nutzten wir die Falkenschlucht. Dies war bis vor vier Jahren etwa eine kleine Steiganlage durch einen künstlich erweiterten Felsspalt mit Hölzern als Steighilfen und nicht zu üppig gehalten. Nach reichlicher Kritik wurde diese Steiganlage "saniert", was zur Folge hatte, dass die historischen Hölzer gegen Metallleitern, Gitterroste ausgetauscht wurden und der kleine abenteuerliche Charakter und das Flair der historischen Steiganlage verloren ging und es nun "nur" noch "normal" auf den Berg geht.........



Der Gohrisch zählt zu den Tafelbergen ist linkselbisch zu finden und steht man auf dem Plateau, ist man 440m ü. NN. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Gohrisch das erste mal urkundlich erwähnt, touristisch wurde er aber erst knapp vier Jahrhunderte später erschlossen. Dies lag an der zerklüfteten Oberfläche. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Berg mit Hilfe des Gerbirgsvereins Sächsische Schweiz mittels drei befestigter Wege zugänglich gemacht. Im Jahre 1888 wurde die kleine Schutzhütte errichtet. Irgendwann dem Verfall preisgegeben, wurde diese Ende des 20. Jahrhundert wieder her gestellt. 


Der Berg bietet mit seiner Weitläufigkeit allerhand wunderbare Ausblicke ins das Land ringsum. Selbstverständlich suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen.......


Die mittlerweile drohenden Regenwolken überredeten uns dann doch zum Abstieg. 


Am Bergfuß angekommen, begann es zu tröpfeln, was sich zu einem richtigen Sommerlandregen ausweitete. Also schlappten wir durch Wald, Feld und Flour einer letzten kleinen Rast entgegen. "Onkel Pauls Ruh" eine wunderbare Aussichtsbank welche zu Ehren eines Ehrenmitgliedes des damaligen Gebirgsvereins geweiht wurde. Eine kleine Gedenktafel erinnet heut noch daran. 



Da die Bank unter einem großen Blätterdach beheimatet ist, störte uns der Regen überhaupt nicht und wir beschlossen den Tag noch mit einen im Rucksack mitgeführten Kaffee und einem Blick, ehe wir uns die letzten Meter durch den Regen auf den Weg zu Auto machten. 




Freitag, 25. Juli 2014

Noch ein Tuch

Nach der ganzen filigranen Strickerei entschied ich mich mal wieder für ein schlichtes, aber nicht weniger schickes Tuch. Die Desingerin Martina Behm benannte es nach einer in einem Roman vorkommenden Mathematikerin. Es ist asymmetrisches Tuch mit dem Namen "Trillian". Die Anleitung kann man käuflich erwerben bei Ravelry oder aber aus einem ihrer "Strickmich"-Bücher herausnehmen. 
Die Anleitung ist wie immer sehr gut und verständlich geschrieben, durch die Asymmetrie gewinnt das Tuch an Länge und lässt sich wundervoll um den Hals kuscheln. Man kann stricken bis die Wolle sich dem Ende neigt und es ist mal ein Strickwerk, wo man einfach gut stricken kann ohne sich auf komplizierte Muster zu konzentrieren. Kurzum, man kann nach fordernden Tagen entspannt stricken und abschalten. 
Ich habe knapp 200g bunte SoWo (LL 270m/100g) in der Qualität 45% Baumwolle und 55% Polyacryl mit einer 4,5er Nadel verstrickt. Ungespannt hat das Tuch eine Größe von 205x41 cm. 
Doch nun macht euch selbst ein Bild......



Donnerstag, 24. Juli 2014

Auf der Suche...

......nach einem Geburtstagsgeschenk für eine Freundin, dies gepaart mit meinem Strickwahn und meiner neu entdeckten Liebe zu Lacegarnen, konnte nur ein weiteres neues Tuch werden. 
Entschieden hatte ich mich wieder für einen Zauberball von Schoppel in dem schönen Farbverlauf "Gebrannte Mandel", LL 420m/100g und in einer Qualität 75% Schurwolle 25% Polyamid. 
Auch welches Tuch es werden sollte, hatte ich schon im Kopf, ein eher schmales Schaltuch, halbrundförmig, mit einer schönen Lacekante. Gefunden hatte ich das Tuch, mit dem Namen "Maluka" samt Anleitung in den unendlichen Weiten des WWW, nein nicht ganz, ich fand es im englischsprachigem Strickforum Ravelry. 
Gestrickt wird das Tuch in zwei Teilen. Man beginnt mit der Bordüre. Das Lacemuster an sich, war schnell im Kopf und gut zu stricken. Hier lag die Herausforderung bei den kleinen Reihen.....ich glaub es waren nur zwischen 20 und 24 Maschen...... das empfand ich als recht anstrengend. Hier ein Anstrickbild. 


Weiter sollte es mit dem glatten Teil des Tuches gehen. Allerdings verstand ich hier die Anleitung nicht so recht. So ging ein Hilferuf an die Mädel aus der Handarbeitsgruppe raus und ich wurde auch schnell erhört und bekam meinen kleinen Klapps auf den Hinterkopf und nun wusste wie ich stricken sollte. Es wird mit verkürzten Reihen gestrickt, die schnell an Länge gewinnen und wodurch diese halbrunde Form entsteht. 
Also fix gestrickt, ein wolliges Bad dem Werk gegönnt und ein paar sonnige Stunden zum Spannen genutzt.


Das Tuch misst eine Breite von 130cm und Höhe von 30 cm. Gestrickt ist es mit einer vierer Nadel und verbraucht habe ich 86g. Wenn man richtig und in Ruhe liest, ist die Anleitung gut und verständlich geschrieben. Allerdings habe bei der Bordüre 10 Mustersätze mehr gestrickt, um dem Tuch etwas mehr Länge zu geben. 
Nun heißt es für mich, mich noch eine gefühlte Ewigkeit in Geduld üben, ehe das Tuch seiner neuen Besitzerin übergeben werden kann......das ist zugegeben überhaupt nicht meine Stärke.......



Samstag, 28. Juni 2014

Tuch Amelie

Hatte ich doch den Gedanken, dass ich meiner Muttsch zum Geburtstag ein Tuch schenken könnte. Da ich mich erst zur begeisterten Lace-Strickerin entwickelt hatte und ich noch einen schönen Lacewollknäul in meinem Körbchen hatte, lag es also nahe, dass Muttsch ein solches Tuch bekommen würde. 
Spontan gefiel mit das Tuch Amelie sehr gut. Also die Anleitung ausgedruckt und losgestrickt. Schwer schien es nicht und auch die Strickschrift schien logisch. Schnell war der "glatte" Teil auch gestrickt. Nun ging es an den Musterteil. Doch irgendwie war es mir hier unklar, wie ich selbigen handhaben sollte mit den Zunahmen, dass das Tuch gleichermaßen wächst. Also startete ich einen Hilferuf an die Mädels aus der Handarbeitsgruppe und bekam ganz schnell Hilfe. Die Mädels dachten sich in das Muster rein und wir überlegten und tüfftelten wie es gehen könnte. Wenn man es einmal hat, ist es eigentlich ganz einfach, wie so vieles. Eigentlich muss man nur dem Muster entsprechend die Rapporte erweitern, nicht viel nachdenken und aus dem Bauchgefühl heraus stricken. 
Schlussendlich würde ich das Tuch ob genannter Schwierigkeiten nicht zwingend Lacetuchanfängern empfehlen, es war trotz allem fix fertig, ließ sich recht gut stricken, wenn man "hinter das Geheimnis" gestiegen ist. 
Erwähnen möchte ich hier noch das Spannen. Da das Tuch ringsum nur glatte Kanten/Abschlüsse hat, ist das Spannen mit Stecknadeln recht ungeeignet, da man unweigerlich kleine nicht hin gehörende Spitzen/Zipfel spannt.  Hier macht sich ein Spanndraht besser, welcher wohl auch zu meinen nächsten Anschaffungen gehören wird. 
Nun schaut selbst, das ist daraus geworden. Ein schönes Tuch mit den Maßen 137x60cm. Verstrickt habe ich einen Schoppel Zauberball "gebrannte Mandel" 100g LL  420m/100g mit einer Nadel vier oder 4,5 (ich weiß es nicht mehr genau).  


Donnerstag, 26. Juni 2014

Unglaublich aber wahr.......

Wurde auch ich doch vor einiger Zeit in der Handarbeitsgruppe zu einem KAL eingeladen. Da ich damit ja schon sehr gute Erfahrungen hatte und es spannend fand, war meine Freude über die Einladung groß. Doch oh weh.......es ging um ein Paar Socken......Wenn es etwas gibt, was nicht mit mir harmoniert, dann ist es ein Nadelspiel. Ein Nadelspiel mit fünf Nadeln ist für mich ein endloser Wirrwar......So war ich sehr hin un her gerissen. Von den Mädels aus der Gruppe erhielt ich sehr viel Zuspruch mir Mut zu fassen, um die Nadeln zum klappern zu bringen. Irgendwann war es dann soweit und der KAL startete mit der Freigabe des Musters. Man war das schön und ich hatte sofort eine Vision von einer leichten Socke für luftige Sommerabende. 
Entschieden hatte ich mich für eine vierfach Sockenwolle und da ich ja recht straff stricke eine vierer Nadel......doch um Himmels Wille, was war denn das??? Da würde ja ein kleiner Elefant rein passen......


Also alles wieder aufgedruselt und Omas gute schwere Stahlnadeln der Größe 2,5 raus geholt, selbstverständlich mich mit dem Anfang erneut schwer getan, die Nadeln mehr als einmal raus rutschen lassen......doch das schaut doch schon weit besser aus......


Das Muster strickte sich sensationell gut und damit war der Schaft fix hoch genadelt. Allerdings entschied ich mich für einen Musterrapport weniger, da es ja mehr eine Sommersocke werden sollte.......doch nun stand ich vor dem nächsten Problem, der Ferse. Na irgendwie wird es schon gehen, dachte ich und strickte einfach los. Doch irgendwann ging es dann nicht mehr. Die benötigte Maschenzahl wich von meiner ab. Wie sich herausstellte, ging es anderen KAL-Strickerinnen ähnlich. Da ich keine Ahnung von Fersen stricken hatte, bekam ich auch hier ganz schnell viel Hilfe aus der Gruppe. Und auch mit gelang die Ferse. 


Und eines Tages war auch ich dann soweit, ich hatte das Unglaubliche geschafft und ich konnte mich tatsächlich über ein ganzes Paar selbstgestrickte Sommersocken freuen und bin der festen Überzeugung, dass ich mich wieder einmal an ein weiteres Sockenstrickabenteuer heranwagen werde. 
Die Upstair Soxs ist eine gut zu strickende Socke, durch das schöne Muster recht abwechslungsreich und auch gut für Sockenanfänger geeignet. Die Anleitung ist gut beschrieben und wird von der Designerin kostenfrei zur Verfügung gestellt. 
Ich habe mit einer 2,5er Nadel gestrickt und 67g vierfach Sockenwolle verbraucht. Und ich habe nicht nur gelernt eine Ferse zu stricken, sondern auch, dass man Socken lieber mit einer weit dünneren Nadel strickt, ganz anders als bei Tüchern, wo ich für äquivalente Wolle bereits eine vierer Nadel nehme. Ja und einen KAL stricken, da hat sich mein erster Eindruck bestätigt, es macht einfach viel Spaß. 


Montag, 23. Juni 2014

Gute Gründe, die Welt auch mal etwas anders zu erleben.........

Heut möchte ich mal etwas anders von meinen Unternehmungen berichten, ich möchte euch eine Art zu reisen mit seinen Vor- und Nachteilen aus meiner Sicht vorstellen. Viele wissen, dass ich auch gern auf dem Motorrad unterwegs bin, früher selbst als Fahrer, heut als Sozia. So konnte ich die diesjährige Sommersonnenwende mit Freunden auf PS-starken Zweirädern in Rübezahls Reich erleben. 
Die Tage verbrachten wir auf den Motorrädern entlang der Strassen zwischen den Bergen, auf Höhen, vorbei an Feldern weißer Mohnblumen, den Bergen entgegen..... Wurden die Motorräder zum späten Nachmittag abgestellt,  vertraten wir uns etwas die Beine und die Abende verbrachten wir mit lachen und erzählen, machten selbst Musik und sangen und tanzten. 
Ja was ist aber eigentlich dran an dem Motorradfahren, auch als Sozia.....
hm.... -> man sitzt wie man sitzt, rostet ein und s zwackt mal da und mal dort
           -> die Frisur ist in jedem Fall bereits nach wenigen Minuten völlig ruiniert
           -> es ist oft kalt, nass oder bei extremer Hitze auch anstrengend
           -> in der Motorradkombi ist man nicht der Beweglichste
           -> man kann das was man sieht, kaum fotodokumentarisch festhalten
           -> es heißt Verzicht auf Wandertouren und Berggipfel zu erklimmen
Offenbar scheint es ja nicht viel Gutes am Motoradfahren zu geben....
oder doch .... -> der Fahrtwind, das Fahrtwindgeräusch ist wunderschön 
                            -> durch häufiger wechselnde Landschaften, sieht man sehr viel
                            -> man nimmt die Landschaften auf eine ganz andere Art in sich auf
                            -> aber auch Kleinode bleiben einem nicht verborgen
                            -> Wälder, Felder wirken in ihren Farben als gesamtheitlicher Fleck 
                            -> man genießt es, wenn sich in den Kurven das Motorrad zur Seite legt
                            -> man bekommt schon ein gewisses Gefühl von Freiheit und Luftigkeit
Sicher birgt das Reisen auf den schnellen Zweirädern schon ein gewisses Risiko in sich, dem man mit Respekt und einem guten Verantwortungsgefühl begegnen sollte und wenn man dem entsprechend handelt kommt noch  das Wichtigste und Allerschönste...... 
Es verbringen Menschen die sich sehr nahe stehen und wichtig sind, Zeit miteinander.......Es ist Freunde-Zeit! 

                                                 

Dienstag, 17. Juni 2014

Zittauer Gebirge (Pfingsten 2014)

Bereits im Winter stand schon der Gedanke das Pfingstwochenende  im Zittauer Gebirge zu verbringen. Das Frühjahr rückte näher, Zeltplatzbestellung und Feinplanung stand an. Mir gefiel der Gedanke immer mehr mal wieder im Zittauer Gebirge zu sein und dies auch noch mit lieben Freunden. So bestätigte ich meine Zusage und es hätte die Welt untergehen können, ich wäre mitgefahren. Nun denn die Welt sollte nicht untergehen, zum Glück(!), aber es sollte das wohl heißeste Pfingstwochenende seit Anbeginn der Wetteraufzeichnungen werden. Gefühlt war dem auch so. Aber nicht nur heiß wurde es, es wurde ein verklettertes, Zeit miteinander verbringendes, entspanntes Wochenden. Die beiden Klettersteige, den Alpinen Grat und den Nonnensteig begingen wir in der untergehenden, bzw. der aufgehenden Sonne, was in Anbetracht der stet steigenden Temperaturen eine gute Entscheidung war. 

kleines Teilstück des Nonnensteig's

Blick auf Jonsdorf vom Nonnensteig




Neben den Klettersteigen nutzten wir das Oybiner Gebiet zum Klettern. Hier findet man wunderbare Felsen mit Wegen die Groß und Klein begeistern. Aber wir waren ja nicht nur zum Klettern hier. So statteten wir der Burgruine Oybin einen Besuch ab.


Die Burg liegt gleichnamigen 514m hohem Berg. Diese Höhenburg erstreckt sich über das gesamte Bergareal. Die ersten baulichen Erschließungen führen auf das 13. Jh. zurück. Erste Besiedlungen des Berges gab es aber bereits im 11./12. Jh. v. Chr.  Mitte des 14. Jh. ließ Kaiser Karl IV. das Kaiserhaus errichten. Er trug sich damals mit dem Gedanken, dies als Altersruhesitz nutzen zu wollen. Zwei Jahre später begann er mit dem Bau einer gotischen Kathedrale, welcher bereits nach 18 Jahren fertig gestellt werden konnte. Die Ruine wirkt heut noch gigantisch, ist ein Ort der Ruhe......einfach unbeschreiblich schön! Meine Begeisterung findet hier kaum Worte........








Die von weitem unscheinbar wirkende Ruine, ist in ihrer Gesamtheit eine riesengroße und sehr imposant wirkende Burganlage, mit in den Felsen gehauenen Gängen, Rundwegen, vielen Aussichtspunkten...ich kann dies nur uneingeschränkt empfehlen, allerdings sollte man sich viel Zeit nehmen!


Die Bergkirche in Oybin kann eine Besonderheit aufweisen, die ich so noch nie gesehen habe. Die Sitzbänke der Kirche wurden dem natürlichen Felsverlauf angepasst und so steigen diese von vorn nach hinten rampenartig auf. 


Kurz erwähnen möchte ich noch den Töpfer, welchen wir anlässlich eines Geburtstags in der Runde erschlumperten. Ja es war nur ein schlumpern, denn die Temperaturen erreichten hier Werte, die ein Wandern kaum mehr zuließen. Der bewirtschaftete Berg mit einer Höhe von 582m und birgt neben vielen Felsen, die auch gut zum Klettern geeignet sind, Felsformationen und auf dem Gipfel ein sehr schön anzuschauendes Felsentor.


Wir konnten von hier aus den Jeschken den höchsten Berg des gleichnamigen Gebirges sehen. Bei guter und klarer Sicht, könne man von hier aus sogar bis hin zum Riesengebirge schauen. 



Mit einem Blick(!) auf das Wahrzeichen des Zittauer (Kletter-)Gebirges, den Kelch, gingen ein paar wunderbare Tage mit Freunden zu Ende.......


Dienstag, 27. Mai 2014

Sayda Voigtsdorf (24.Mai 2014)

So sehr wie ich meine Felsenheimat liebe und in ihr "rumkraxel", fühle ich mich nicht weniger wohl im schönen Erzgebirge. Manchen mag es dort langweilig und unspektakulär scheinen, aber ich finde es großartig über die Höhen dieses lieblichen Mittelgebirges zu wandern, diese Weiten, die sich auftun zu sehen und zu genießen. 
Ein Besuch selbigens war längst überfällig und so starten wir unsere Wanderung in der kleinen Bergstadt Sayda schon im etwas tieferen Osterzgebirge. Am Rossplatz parkten wir das Auto und fielen quasi gleich auf den mit einem gelben Strich markierten Wanderweg. Der Himmel noch voller drohender Regenwolken schreckte uns nicht ab und wir freuten uns über die vom Dorf wegführende kleine Allee. 


Am Waldesrand, der Saydaer Höhe angekommen gabelte sich der Weg, die Sonne lunschte mittlerweile zwischen dicken Wolken hervor.


Hier entschieden wir uns für den rechten Weg, entlang des Wald- und Feldrandes.......


Dem Voigtsdorfer Rundweg folgend führte uns der Weg auch wieder in den Wald, in dem herrlich märchenhaft die Vögel zwitscherten, wieder hinaus auf Lichtungen, an Feldern vorbei. Diese Gegend hier ca 400m höher liegend, als meine Heimat am äussersten Rande des Osterzgebirges, ist in seiner Vegetation doch ein bis zwei Wochen hinterher. Nicht nur, dass wir in den Dörfern noch frisch blühenden Flieder sahen und rochen, auch der Raps, welcher daheim schon verblüht war, leuchte hier in seiner vollsten Pracht. 


Ein kleiner fast zugewachsener Holzstapel lud zu einer ersten Pause ein. Allein die Farben die die Natur hier für uns zauberte war reiner Seelenbalsam. Weiter entlang Wald, Feld und Flour gelangten wir nach Voigtsdorf. Aber nicht ohne den zu blühen beginnenden Bergwiesen Beachtung zu schenken......


In einer kleinen aber netten Gastwirtschaft stillten wir unseren Durst, um gleich wieder das Dörfchen auf landwirtschaftlichen Wegen gen Schafberg zu verlassen. Hier drohte schon, was uns später doch noch einholen würde. Für ein paar Momente ignorierten wir kommende Wetterunbilden und ließen unseren Blick schweifen......


Immer näher kamen Regen und Gewitter....vor allem letzteres ließ uns unseren Schritt beschleunigen. Von der Höhe  abgestiegen, gelangten wir wieder ins Dorf, wo der Regen sich manifestierte, aber das bedrohliche Grollen des Gewitters in die Ferne rückte. Diesen schmucken Gesellen tat der Regen nichts und sie schauten neugierig, wer denn so verrückt sei und bei diesem Wetter hier entlang wandere......



Also traten wir munter den Rückweg über Feld und Wirtschaftswege nach Sayda wieder an. 


Da wir Karte und Wanderführer nur sporadisch nutzten, uns meist nur an den Himmelsrichtungen orientierten, kam es, wie es kommen musste und wir liefen zwar richtig, aber in dem besonderen Falle des hier drohenden Unwetters, eine Extrarunde mit der "Kirche um das Dorf". In einem Mix aus Wolken, kurzen Momenten mit Sonne und einem stärker werdenden Regen, sollten wird dem Ausgangspunkt unserer Wanderung näher kommen. 

Ein verregneter, aber trotzdem schöner Blick auf Sayda.....
Durch unseren Umweg, kamen wir nach knapp 19 km wieder in Sayda an, konnten uns gerade noch so in ein Caffee vor dem peitschenden Regen und den rundum zuckenden Blitzen retten, aber hatten eine schöne Wanderung hinter uns. Eine Wanderung bei der uns großteils heut die Blicke ins weite Land verwehrt blieben und die uns viel auf bequemen und unspektakulär wirkenden Wirtschaftswegen entlang führte, aber trotzdem viele Sensationen bereit hielt. Zu überwinden waren einige recht gemäßigte Höhenmeter und die Wanderung lud ein, die Gedanken in Richtung Fahrrad und  Skilangläufer schweifen zu lassen..............