Samstag, 28. Juni 2014

Tuch Amelie

Hatte ich doch den Gedanken, dass ich meiner Muttsch zum Geburtstag ein Tuch schenken könnte. Da ich mich erst zur begeisterten Lace-Strickerin entwickelt hatte und ich noch einen schönen Lacewollknäul in meinem Körbchen hatte, lag es also nahe, dass Muttsch ein solches Tuch bekommen würde. 
Spontan gefiel mit das Tuch Amelie sehr gut. Also die Anleitung ausgedruckt und losgestrickt. Schwer schien es nicht und auch die Strickschrift schien logisch. Schnell war der "glatte" Teil auch gestrickt. Nun ging es an den Musterteil. Doch irgendwie war es mir hier unklar, wie ich selbigen handhaben sollte mit den Zunahmen, dass das Tuch gleichermaßen wächst. Also startete ich einen Hilferuf an die Mädels aus der Handarbeitsgruppe und bekam ganz schnell Hilfe. Die Mädels dachten sich in das Muster rein und wir überlegten und tüfftelten wie es gehen könnte. Wenn man es einmal hat, ist es eigentlich ganz einfach, wie so vieles. Eigentlich muss man nur dem Muster entsprechend die Rapporte erweitern, nicht viel nachdenken und aus dem Bauchgefühl heraus stricken. 
Schlussendlich würde ich das Tuch ob genannter Schwierigkeiten nicht zwingend Lacetuchanfängern empfehlen, es war trotz allem fix fertig, ließ sich recht gut stricken, wenn man "hinter das Geheimnis" gestiegen ist. 
Erwähnen möchte ich hier noch das Spannen. Da das Tuch ringsum nur glatte Kanten/Abschlüsse hat, ist das Spannen mit Stecknadeln recht ungeeignet, da man unweigerlich kleine nicht hin gehörende Spitzen/Zipfel spannt.  Hier macht sich ein Spanndraht besser, welcher wohl auch zu meinen nächsten Anschaffungen gehören wird. 
Nun schaut selbst, das ist daraus geworden. Ein schönes Tuch mit den Maßen 137x60cm. Verstrickt habe ich einen Schoppel Zauberball "gebrannte Mandel" 100g LL  420m/100g mit einer Nadel vier oder 4,5 (ich weiß es nicht mehr genau).  


Donnerstag, 26. Juni 2014

Unglaublich aber wahr.......

Wurde auch ich doch vor einiger Zeit in der Handarbeitsgruppe zu einem KAL eingeladen. Da ich damit ja schon sehr gute Erfahrungen hatte und es spannend fand, war meine Freude über die Einladung groß. Doch oh weh.......es ging um ein Paar Socken......Wenn es etwas gibt, was nicht mit mir harmoniert, dann ist es ein Nadelspiel. Ein Nadelspiel mit fünf Nadeln ist für mich ein endloser Wirrwar......So war ich sehr hin un her gerissen. Von den Mädels aus der Gruppe erhielt ich sehr viel Zuspruch mir Mut zu fassen, um die Nadeln zum klappern zu bringen. Irgendwann war es dann soweit und der KAL startete mit der Freigabe des Musters. Man war das schön und ich hatte sofort eine Vision von einer leichten Socke für luftige Sommerabende. 
Entschieden hatte ich mich für eine vierfach Sockenwolle und da ich ja recht straff stricke eine vierer Nadel......doch um Himmels Wille, was war denn das??? Da würde ja ein kleiner Elefant rein passen......


Also alles wieder aufgedruselt und Omas gute schwere Stahlnadeln der Größe 2,5 raus geholt, selbstverständlich mich mit dem Anfang erneut schwer getan, die Nadeln mehr als einmal raus rutschen lassen......doch das schaut doch schon weit besser aus......


Das Muster strickte sich sensationell gut und damit war der Schaft fix hoch genadelt. Allerdings entschied ich mich für einen Musterrapport weniger, da es ja mehr eine Sommersocke werden sollte.......doch nun stand ich vor dem nächsten Problem, der Ferse. Na irgendwie wird es schon gehen, dachte ich und strickte einfach los. Doch irgendwann ging es dann nicht mehr. Die benötigte Maschenzahl wich von meiner ab. Wie sich herausstellte, ging es anderen KAL-Strickerinnen ähnlich. Da ich keine Ahnung von Fersen stricken hatte, bekam ich auch hier ganz schnell viel Hilfe aus der Gruppe. Und auch mit gelang die Ferse. 


Und eines Tages war auch ich dann soweit, ich hatte das Unglaubliche geschafft und ich konnte mich tatsächlich über ein ganzes Paar selbstgestrickte Sommersocken freuen und bin der festen Überzeugung, dass ich mich wieder einmal an ein weiteres Sockenstrickabenteuer heranwagen werde. 
Die Upstair Soxs ist eine gut zu strickende Socke, durch das schöne Muster recht abwechslungsreich und auch gut für Sockenanfänger geeignet. Die Anleitung ist gut beschrieben und wird von der Designerin kostenfrei zur Verfügung gestellt. 
Ich habe mit einer 2,5er Nadel gestrickt und 67g vierfach Sockenwolle verbraucht. Und ich habe nicht nur gelernt eine Ferse zu stricken, sondern auch, dass man Socken lieber mit einer weit dünneren Nadel strickt, ganz anders als bei Tüchern, wo ich für äquivalente Wolle bereits eine vierer Nadel nehme. Ja und einen KAL stricken, da hat sich mein erster Eindruck bestätigt, es macht einfach viel Spaß. 


Montag, 23. Juni 2014

Gute Gründe, die Welt auch mal etwas anders zu erleben.........

Heut möchte ich mal etwas anders von meinen Unternehmungen berichten, ich möchte euch eine Art zu reisen mit seinen Vor- und Nachteilen aus meiner Sicht vorstellen. Viele wissen, dass ich auch gern auf dem Motorrad unterwegs bin, früher selbst als Fahrer, heut als Sozia. So konnte ich die diesjährige Sommersonnenwende mit Freunden auf PS-starken Zweirädern in Rübezahls Reich erleben. 
Die Tage verbrachten wir auf den Motorrädern entlang der Strassen zwischen den Bergen, auf Höhen, vorbei an Feldern weißer Mohnblumen, den Bergen entgegen..... Wurden die Motorräder zum späten Nachmittag abgestellt,  vertraten wir uns etwas die Beine und die Abende verbrachten wir mit lachen und erzählen, machten selbst Musik und sangen und tanzten. 
Ja was ist aber eigentlich dran an dem Motorradfahren, auch als Sozia.....
hm.... -> man sitzt wie man sitzt, rostet ein und s zwackt mal da und mal dort
           -> die Frisur ist in jedem Fall bereits nach wenigen Minuten völlig ruiniert
           -> es ist oft kalt, nass oder bei extremer Hitze auch anstrengend
           -> in der Motorradkombi ist man nicht der Beweglichste
           -> man kann das was man sieht, kaum fotodokumentarisch festhalten
           -> es heißt Verzicht auf Wandertouren und Berggipfel zu erklimmen
Offenbar scheint es ja nicht viel Gutes am Motoradfahren zu geben....
oder doch .... -> der Fahrtwind, das Fahrtwindgeräusch ist wunderschön 
                            -> durch häufiger wechselnde Landschaften, sieht man sehr viel
                            -> man nimmt die Landschaften auf eine ganz andere Art in sich auf
                            -> aber auch Kleinode bleiben einem nicht verborgen
                            -> Wälder, Felder wirken in ihren Farben als gesamtheitlicher Fleck 
                            -> man genießt es, wenn sich in den Kurven das Motorrad zur Seite legt
                            -> man bekommt schon ein gewisses Gefühl von Freiheit und Luftigkeit
Sicher birgt das Reisen auf den schnellen Zweirädern schon ein gewisses Risiko in sich, dem man mit Respekt und einem guten Verantwortungsgefühl begegnen sollte und wenn man dem entsprechend handelt kommt noch  das Wichtigste und Allerschönste...... 
Es verbringen Menschen die sich sehr nahe stehen und wichtig sind, Zeit miteinander.......Es ist Freunde-Zeit! 

                                                 

Dienstag, 17. Juni 2014

Zittauer Gebirge (Pfingsten 2014)

Bereits im Winter stand schon der Gedanke das Pfingstwochenende  im Zittauer Gebirge zu verbringen. Das Frühjahr rückte näher, Zeltplatzbestellung und Feinplanung stand an. Mir gefiel der Gedanke immer mehr mal wieder im Zittauer Gebirge zu sein und dies auch noch mit lieben Freunden. So bestätigte ich meine Zusage und es hätte die Welt untergehen können, ich wäre mitgefahren. Nun denn die Welt sollte nicht untergehen, zum Glück(!), aber es sollte das wohl heißeste Pfingstwochenende seit Anbeginn der Wetteraufzeichnungen werden. Gefühlt war dem auch so. Aber nicht nur heiß wurde es, es wurde ein verklettertes, Zeit miteinander verbringendes, entspanntes Wochenden. Die beiden Klettersteige, den Alpinen Grat und den Nonnensteig begingen wir in der untergehenden, bzw. der aufgehenden Sonne, was in Anbetracht der stet steigenden Temperaturen eine gute Entscheidung war. 

kleines Teilstück des Nonnensteig's

Blick auf Jonsdorf vom Nonnensteig




Neben den Klettersteigen nutzten wir das Oybiner Gebiet zum Klettern. Hier findet man wunderbare Felsen mit Wegen die Groß und Klein begeistern. Aber wir waren ja nicht nur zum Klettern hier. So statteten wir der Burgruine Oybin einen Besuch ab.


Die Burg liegt gleichnamigen 514m hohem Berg. Diese Höhenburg erstreckt sich über das gesamte Bergareal. Die ersten baulichen Erschließungen führen auf das 13. Jh. zurück. Erste Besiedlungen des Berges gab es aber bereits im 11./12. Jh. v. Chr.  Mitte des 14. Jh. ließ Kaiser Karl IV. das Kaiserhaus errichten. Er trug sich damals mit dem Gedanken, dies als Altersruhesitz nutzen zu wollen. Zwei Jahre später begann er mit dem Bau einer gotischen Kathedrale, welcher bereits nach 18 Jahren fertig gestellt werden konnte. Die Ruine wirkt heut noch gigantisch, ist ein Ort der Ruhe......einfach unbeschreiblich schön! Meine Begeisterung findet hier kaum Worte........








Die von weitem unscheinbar wirkende Ruine, ist in ihrer Gesamtheit eine riesengroße und sehr imposant wirkende Burganlage, mit in den Felsen gehauenen Gängen, Rundwegen, vielen Aussichtspunkten...ich kann dies nur uneingeschränkt empfehlen, allerdings sollte man sich viel Zeit nehmen!


Die Bergkirche in Oybin kann eine Besonderheit aufweisen, die ich so noch nie gesehen habe. Die Sitzbänke der Kirche wurden dem natürlichen Felsverlauf angepasst und so steigen diese von vorn nach hinten rampenartig auf. 


Kurz erwähnen möchte ich noch den Töpfer, welchen wir anlässlich eines Geburtstags in der Runde erschlumperten. Ja es war nur ein schlumpern, denn die Temperaturen erreichten hier Werte, die ein Wandern kaum mehr zuließen. Der bewirtschaftete Berg mit einer Höhe von 582m und birgt neben vielen Felsen, die auch gut zum Klettern geeignet sind, Felsformationen und auf dem Gipfel ein sehr schön anzuschauendes Felsentor.


Wir konnten von hier aus den Jeschken den höchsten Berg des gleichnamigen Gebirges sehen. Bei guter und klarer Sicht, könne man von hier aus sogar bis hin zum Riesengebirge schauen. 



Mit einem Blick(!) auf das Wahrzeichen des Zittauer (Kletter-)Gebirges, den Kelch, gingen ein paar wunderbare Tage mit Freunden zu Ende.......