Mittwoch, 4. November 2015

Loop mit Zöpfen

Die Wolle stach mir schon vor längerer Zeit bei einem Freundinnenbummel durch die große Stadt ins Auge. Und da es mit Wolle wie mit Wanderschuhen ist.....man kann ja nie genug davon haben :-) ..... musste diese Wolle mit, ohne ihr eine besondere Bestimmung zugeteilt zu haben. 
Diesmal brachte mich die Ausstrahlung einer jungen Freundin auf den spontanen Gedanken....genau mit der Wolle stricke ich einen Loop für sie. 
Die Anleitung dazu hab ich irgendwann mal im Netz gefunden. Da das Muster aber sehr einfach ist, hatte ich mir nichts dazu abgespeichert, nur handschriftlich in meinem Notizbuch ein paar Angaben dazu festgehalten. Gefallen hat mir das Muster besonders, weil es innen, als auch aussen das gleiche verzopfte Muster aufweist. 
Verstrickt hab ich mit einer 4er Nadel 17og Wolle mit einer LL 50g/133m. Der Loop misst eine Breite von 20cm und einen Umfang von 120cm und kann damit bequem doppelt um den Hals geschlungen werden und der nächste Winter kann kommen... 


Samstag, 10. Oktober 2015

Mütze Guggeren

Eine Mütze mit so einem schönen Namen kann nur schön sein und als ich sie im Internet entdeckte, wusste ich, die MUSS ich unbedingt stricken und diesmal sogar für den eigenen Kopf. 
Den Namen wählte die Designern nach einem Ortsnamen aus, der ihr offenbar gut gefiel. 
Die Anleitung findet ihr kostenfrei im Blog der Designerin. Die Anleitung hat sie nochmal optimiert und beim betrachten ließ sich der Wunsch selbige zu stricken keinesfalls mehr auf die Lange Bank schieben. Wolle war schnell gefunden. Ein Petrolton sollte gut zu meinem roten Haar passen. Und los ging es. Das Bündchen war schnell hoch gestrickt und die Art des Zusammenstrickens erschien mir logisch und gut händelbar. War es es auch, allerdings mein erstes Mal auf diese Art etwas zusammen zu stricken und da tat ich mich schon schwer und hatte das Gefühl meine Finger fangen an sich zu verknoten und würden in dieser Lage für Ewig und Immer bleiben. Nun schwante mir, was mir noch bevor stand.  Hatte ich doch schon vor einiger Zeit mal über eine Riesenmenge an Maschen verzopft. Und so zog sich das tatsächlich über die ganze Mütze hin. Verzopfen an sich ist ja kein Problem, aber ab einer gewissen Anzahl an Maschen sollten die Finger der Stricker/innen schon über eine gewisse Unerschrockenheit verfügen. Zugegeben, ich machte mich immer mit einmal ganz tief durchatmen an die "Drehreihen". Die beiden ersten Reihen danach verlangten auch schon noch eine Art Aufmerksamkeit und Geduld. Diese überstanden entspannte sich die Stricklage bis zum nächsten Dreh. Und so wuchs die Mütze zusehens und ich hatte trotz allem meine Freude dran und konnte schon beim lebendigen Erzählen über die Mützenfertigung eine meiner Strickjulen ganz sehr zum lachen bringen. 
Verwendet habe ich eine Wolle aus 100% Polyacryl mit einer LL 100g/250m und Nadeln im Bündchen 2,5 und für den Mützenkörper 3. Die Anleitung ist richtig gut beschrieben und lässt sich mit etwas Geduld ob der oben erwähnten Schwierigkeiten problemlos nachstricken. 
Verstrickt habe ich 112g und somit blieb noch reichlich Wolle für einen Paar kleine Müffchen dazu.


Montag, 14. September 2015

Der nächste "Mützen"-Winter kommt gewiss.......

Nachdem ich letzte Sasion es gelernt hatte Mütze zu stricken und Freude daran zu finden, konnte ich trotz sonnigem Wochenende nicht widerstehen. Ich hatte die Mütze samt Anleitung zufällig im großen weiten Web entdeckt und wusste, die "MUSS" ich ganz schnell stricken. Über die Farbwahl brauchte ich auch nicht nachdenken, da hatte ich eine sofortige Intuition, passend zu den kräfigen Farben der Winterjacken des Wintermützenopfers. 
Die Wolle 80% Schurwolle und 20% Polyamid mit einer LL 210m/50g habe ich doppelt genommen und mit vierer Nadeln verstrickt und 81g benötigt.
Für einen 56-57 Kopf ist sie entgegen meiner anfänglichen Bedenken einen Hauch zu groß geworden. Wenn sie die Form hält, ist sie aber tragbar.....und wenn sie eben bissl weiter werden sollte......aufdrieseln geht immer oder rauf auf einen anderen Kopf ;-) 


Dienstag, 1. September 2015

B........wechsel dich

Oder auch......"Aller Anfang ist schwer"......oder "Altes neu entdeckt"......hier fallen mit viele Überschriften ein......
Also ich versuch es mal von vorn.......
Schon länger begeistert von den Häkelarbeiten von Freunden und anderen Handarbeitswütigen wollte ich immer mal wieder einen Versuch wagen. Doch ausser Luftmaschen hatte ich keine Idee mehr, wie man das Garn in sinnvollen Maschen zu schönem Neuen zusammenfügen kann. Diverse Häkelschriften brachten mir nur immer mehr Verwirrung. Z.T. erschienen mir sogar die Maschennamen fremd.....ohje und dies wird mir keiner glauben....ich hab früher viel mittels Filethäkelei Gardinen nach Großmutters Art hergestellt......ja hergestellt. 
So hatte eine Freundin mir ganz regelmäßig ihre Arbeiten gezeigt. Nun stellte sie in ihrem Blog Idee'n zur Resterverwertung vor und auch ihre selbst entworfenen Beutelchen mit ner kleinen Anleitung. Die Beutelchen gefielen mir so gut, dass ich sofort meine Wollreste im Kopf hatte. Doch Oh Weh..... die Anleitung......nee ich hab nur nix verstanden. Kurz drauf bekam ich ne Extrawurst ;-) ..... ne Mail mit ner extra detailierten Anleitung. Noch vielen Fragen gingen hin und her, also die Fragen hin, die Antworten her und mittels einiger im Netz zu findender Anleitungen wurde mir auch schnell klar, wie welche Maschen gehäkelt werden und los ging es.......



Meine Häkelarbeit wuchs und wuchs.....nach dem Boden wuchsen die "Wände"  allerdings begann mich das als Beutelchen gewähltes Werk nun eher an eine Mütze zu erinnern......


eine Schale zum filzen oder sollte es doch ein Einkaufskörbchen werden.....???? Also quasie ein Bäumchen.....ähhh Beutelchen wechsel dich .....


Nunja es ist ein etwas größeres Beutelchen geworden, seiner ursprünglich von mir gedachten Verwendung wird es nicht zukommen (Sollte der geordenten Medikamentenaufbewahrung im Rucksack dienen.....aber sooooo viel Medi's brauch ich dann zum Glück doch noch nicht :-) ) , aber mit einer Breite von 29cm und Höhe von 27cm wird es auch einen anderen glücklichen Verwendungszweck finden und ich hab den Wiedereinstieg das Häkelleben geschafft ......mit einem Danke für Geduld und Mühe an Winnie. 


Donnerstag, 20. August 2015

Sommer, Sonne.......

Ja Sommer, Sonne und kein Strand und Meer.........Wer mich kennt, weiß sehr gut, was jetzt kommen könnte......Sommer, Sonne, Böhmen......
Ein paar freie Tage ließen es zu eine kleine Reise zu tun. Der Entschluss, dass es nach Böhmen gehen sollte, stand schnell fest. Reiseziel war der Südwesten Böhmens, eine Gegend die sich mir als völlig neu erschließen sollte. Entsprechend gespannt war ich auf das, was ich kennenlernen söllte und möchte euch heut hier einfach ein paar Eindrücke dieser wunderschönen Ecke zeigen.
Also das Auto war schnell gepackt und wir starteten enstpannt in den Tag. Eine Route hatten wir noch nicht festgelegt, aber eines stand fest, Autobahnen und schnell Fernverkehrsstrassen umgehen wir. Also mit dem Autoatlas in den Händen und nur den Start- und Zielpunkt festgelegt tuckerten wir immer entlang kleiner Strassen, ja sogar schon Strässchen. Das böhmische Mittelgebirge mit seinen kegelförmigen Bergen, kleine Dörfchen, satten Wiesen, glitten an uns vorüber. Kleine Stopps legten wir ein, um im Schatten der Bäume das nächste Wegstückchen fest zu legen, aber auch eine der wundervollen böhmischen "Natscheldielen" (sprich auch Chocolaterie) lud uns auf einen Kaffee und einzigartigen Schokoladenkuchen ein. Im Zielgebiet eingetroffen, beschauten wir uns noch so einige Zeltplätze, die allsamt sehr schön, aber auch sehr sonnig waren. Irgenwann landeten wir in Trimany, wo auch ein Camp sein sollte. In dem 50 Seelendörfchen, welches in einer Sackgasse endete wollte sich aber keines finden wollte. Unsere letzte Hoffnung war ein staubiger Feldweg, diesem folgten wir. Er führte weiter durch einen dunklen Wald, steil bergab.....uns war klar, hier sind wir am Ende der Welt angekommen. Und tatsächlich gleich zwei Camps taten sich vor uns auf. 
Die Hitze hatte ihren Tribut gefordert und so parkten wir nur noch den Wagen und gönnten uns in der dem Zeltplatz angeschlossenen Hospoda ein böhmisches Bier......na gut die Beine lagen oben und es wurden zwei und keiner wollte sich bereit erklären, das Zelt aufzubauen......es war soooooo schööööön...........


Nein hier am scheinbaren Ende der Welt wartete nicht der Fährmann zur Hölle auf uns, wo wir ggf. die drei goldenen Haare des Teufels hätten erbeuten können. Wir waren an der Berounka gelandet einem kleinen Flüsschen, welches als wasserreichster Nebenfluss der Moldau gilt. Sie entsteht durch den Zusammenfluss zweier kleinerer Flüsse direkt in der Innenstadt Plzen's. Sie misst eine Länge von etwa 138 km und mündet in die Moldau. Sie durchfließt auch wundervolle Berglandschaften, welche wir uns die kommenden Tage immer mal wieder ansahen. Leider schmolz die Hitze auch unser Denkvermögen ein und so vergaßen wir das ein oder andere mal (leider an besonders schönen Stellen) den Foto. 

So besuchten wir auch eine im 13. Jahrhundert erbaute Burg. Die Burg Krasov heut eine Ruine, welche u.a. als Sommersitz eines Klosters diente ehe sie Ende des 18. Jh. dem Verfall preis gegeben wurde. Heut ist hier ein freundlicher "Burgherr" zu Gange der sie die Ruine versucht zu erhalten und man kann vermutlich für kleines Geld in einer hergerichteten Kammer übernachten.          


Blick auf die Berounka
Unterwegs kann einem schon mal folgendes passieren und man muss sich in Geduld üben, ehe der Hirte das Tier auf die Wiese gelockt hat.......


Der ein oder andere Eindruck ließ uns einfach anhalten und ein paar Schritte tun.....


Da wir einfach anhielten, wo es uns gefiel, lernten wir auf diese Weise viel kleine Dörfchen, schöne Landschaften, kennen und hatten viel Zeit Land und Leute zu beobachten. Unter anderem sahen wir auf einem Berg über dem Örtchen Zbiroh ein Schloß prangen, das Schloss Zbiroh. Das im 12.Jh. erstmal erwähnte Schloss ursprünglich als Burg erbaut, einigen Verwendungszwecken dienend, bietet heut Raum für einen Hotelbetrieb aber auch diverse Ausstellungen und das Schloss kann man mittels einer Führung besichtigen. So schlossen wir uns einer solchen in tschechischer Sprache an und konnten so einen der tiefsten Brunnen Europas sehen, auf einen Aussichtsturm steigen, die Freimaurerkapelle besuchen, die Ausstellung um den tschechischen Maler Mucha und zu guter Letzt den Weinkeller besichtigen. 

  

Irgendwann hieß es Abschied nehmen, langsam aber sicher gen Heimat. Aber nicht ohne noch weitere Stopps einzulegen. Immer noch in der Westböhmischen Region unterwegs sollte der  nächste Stopp das kleine Städtchen Taucha(Tachov) sein. Ein aus dem frühen 12. Jh. erstmals erwähnte Städtchen mit einer vielseitigen und bewegten Geschichte ist heut sehr sehenswert. Liebevoll und historisch geprägt wurden viele Gebäude wieder her gerichtet, der Markt schön gestaltet.



So erkundeten wir die Stadt bergab, bergauf, entlang der historischen Stadtmauer, freuten uns über das erhaltene Stadttor, erkannten einige typische böhmische Elemente und Bauweisen.......



......ehe wir uns einen Zeltplatz an einem in der Nähe gelegenen Stausee suchten, um unser Nachtlager aufzuschlagen. Bereits beim Einchecken war uns mit einem Schmunzeln klar, froh zu sein, nur eine Nacht hier zu verbringen.......hier war nichts mehr von der böhmischen Unkomliziertheit zu spüren, ein ganzes A4-Blatt an Regeln wurde uns überreicht, auf dem Platz waren viele große Camper quasi mit dem Teppich vor dem dem Wohnwagen zu finden.......nichts desto trotz fanden wir ein kleines Randfleckchen für uns und konnten den Tag mit einem Glas Wein in der untergehenden Sonne ausklingen lassen.


Früh am Morgen, als der Campingplatz noch schlief, bauten wir fix ab und fuhren zu unserer letzten Urlaubsstation Franken. Hier galt es einiges zu erledigen, man hieß uns herzlich willkommen und verirrten wir uns noch einmal an den Fels. 
Einen wundervollen Platz für unser Zelt fanden wir im Naturbad Königstein, welches für eine Nacht uns ganz allein gehörte.........
Der Badzeltplatz bekommt hier für all unsere Kletterfreunde und Naturliebhaber unsere uneingeschränkte Empfehlung!


Nun war es soweit und der Urlaub neigte sich gen Ende. Fazit: Wir verbrachten ein paar sommerlich heiße Tage in einer empfehlenswerten Gegend, die weit mehr als nur Klettergipfel zu bieten hat. Die böhmische Unkompliziertheit ist immer wieder wunderbar und auch wenn sich die Mäuse durch den Zeltboden durchfrassen und die Baumwolle unserer Hosen offenbar als kulinarischen Höhepunkt empfanden, geht es erholt und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck dem Arbeitsalltag entgegen.

Stinos mit Pfiff

Wieder einmal wollte ich eine kleine Freude machen und was liegt da näher als etwas Selbstgestricktes. Da ich meine Freundin bereits mit diversen Tüchern eingedeckt hatte, kam ich auf die verrückte Sockenidee.....warum verrückt......weil ich doch so meine Schwierigkeiten hab, mit Socken, im speziellen Fall mit Fersen.......
Lustig bunte Wolle war fix gefunden, und somit war klar, dass es ein Paar sogenannte "Stinos" werden. Als Stinos bezeichnet die Strickwelt Socken, die ohne jegliches Muster gestrickt werden und durch die lustig bunten Wollen oftmals so für sich wirken. Allerdings ist das Stricken wie ein bissl langweilig und mir gefiel die "normale" Bündchenvariante nicht. So entschied ich mich für ein Bündchen mit Rollrand und einer Variation aus rechten und linken Maschen, die den Stinos meiner Meinung nach, doch einen gewissen Pfiff verleihen. Der Schaft war schnell genadelt und nun das schierige Thema Ferse. Ich hab das Internet so lange befragt, bis ich eine für mir scheinbar passende Lösung gefunden hatte. Eine "vereinfachte Ferse" nur mit verkürzten Reihen. Und da die Beschreibung super ist, konnte ich es mich kaum versehen und die Ferse war fertig und war schlichtweg gelungen. Fuß und Spitze waren wieder fix genadelt und der zweite Socken so überhaupt kein Problem. 
Nun haben die Socken ihren Standort gewechselt und ich wurde ob der vielen Strickgeschenke nicht des Hauses verwiesen........



Mittwoch, 18. Februar 2015

Ein watteweicher Traum

Wie alles anfing......mit dem großen weiten Web in dem ich diese wundervolle Wolle entdeckte. Immer und immer wieder schaute ich mir selbige an und Weihnachten war es nun soweit und es sollte dieser Traum aus Wolle auch in meinem Wollkorb zu finden sein. 
Ich spreche ich über die "Drops Air" mit einer Zusammensetzung aus 70% Alpaka 23% Polyamid 7% Wolle und herrlich flauschig aufgepustet. 
Fix waren die passenden Nadeln raus gesucht und das Wunschmodel angenadelt. Denn was aus diesem Garn werden sollte, stand bereits mit der ersten Entdeckung fest, ein "Hamburg calling" - Schultertuch. Verena die Designerin hat es hauptsächlich auf einer Fährfahrt entworfen und kam so zur Namensfindung. Sie stellt das Muster in einer Lanade-Strickgruppe zur Verfügung. 
So hier ein erstes Anstrickbild. 


Das Tuch wuchs schnell, ich stellte fest, die Maschenmarkierer sind wertvolle kleine Helferlein und unverzichtbar (wer mich kennt, weiß, wie sehr ich mich scheu selbige zu nutzen). Allerdings mit zunehmender Größe des Tuches, wuchs auch die Strickunübersichtlichkeit. Hatte ich doch nur Nadeln mit einem 80er Seil in meinem möglichen Gebrauch. Als extrem schwierig gestaltete es sich dann, als ich begann die kleine Rüsche zu stricken. Aber was soll ich sagen, mit etwas Geduld ging auch dies. Beim Abketteln ließ sich bereits die Genialität des Tuches erahnen und bestätigte sich mit Verstechen des letzten Fadens. 
Die Anleitung ist sehr gut geschrieben, ich habe 276 g des Wolltraumes mit einer 5,5er Nadel verstrickt und freu mich riesig über das Ergebnis..........